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Stena Line stellt 2010 zwei „Superferries“ in Dienst

Am 9. Mai läutet Stena Line ein neues Zeitalter der Fährschifffahrt ein. An diesem Tag wird die erste der beiden „Superferries“, die neue Stena Hollandica, den fahrplanmäßigen Dienst zwischen Hoek van Holland und Harwich aufnehmen. Damit erhöht die Reederei Stena Line die Kapazität auf der beliebten Route zwischen den Niederlanden und Großbritannien deutlich: Würde man alle Lkw und Trailer, die an Bord des 240 Meter langen Ropax-Schiffes Platz finden, hintereinander aufstellen, wäre die Schlange über 5,5 Kilometer lang. Zusätzlich passen pro Überfahrt bis zu 1200 Passagiere und 320 Pkw auf den Neubau. Im Oktober dieses Jahres folgt dann das nahezu baugleiche Schwesterschiff, die neue Stena Britannica.

„Wir bei Stena Line stellen uns regelmäßig die Frage, wie wir unsere Angebote noch weiter verbessern können“, so Martin Wahl, Marketingmanager der Reederei.  Die beiden neuen Superfähren sind die perfekte Antwort, orientieren sie sich doch genau an den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppen. Für Trucker gibt es ein eigenes Restaurant mit angeschlossener Lounge. Alle anderen Fahrgäste finden ein breites gastronomisches Angebot vor –  beispielsweise das Taste-Bufett-Restaurant, eine Weinbar mit edlen Tropfen, das Barista Café oder die gemütliche Riva Bar, die im Stile eines Schnellboots aus den 50er Jahren gestaltet wird. Das Casino, ein „News Room“ mit Großbildfernsehern, eine Lese-Lounge, ein Kinderbereich, ein gut sortierter Shop, geschmackvoll eingerichtete Kabinen sowie weitere Bars und Restaurants runden das Bord-Angebot ab.

Aber nicht nur in Sachen Komfort, sondern auch in Sachen Umweltfreundlichkeit sind die beiden „Neuen“ in der Stena Line Flotte wegweisend: Angefangen bei der optimierten Rumpf-Form über einen speziellen Unterwasser-Anstrich bis hin zu einem Computerprogramm, das den Kapitän bei der Wahl des idealen Kurses, abhängig von Wetter, Wassertiefe und anderen Faktoren, unterstützt –  bei der Planung wurde größter Wert darauf gelegt, den Treibstoff-Verbrauch so gering wie möglich zu halten.

Die neue Stena Hollandica wird die Bau-Werft in Wismar am 3. Mai verlassen und nach Harwich fahren. Dort wird das Anlegen geprobt und am 5. Mai geht es weiter nach Hoek van Holland, wo ebenfalls Anlege-Tests stattfinden. Danach wird die Stena Hollandica in einer Rotterdamer Werft für die ersten Reisen mit Passagieren ausgerüstet. Diese Zeit nutzt das Personal, um sich mit den neuen Gegebenheiten und Abläufen vertraut zu machen. Am 9. Mai nimmt das Schiff dann mit der Abfahrt um 14.30 Uhr ab Hoek van Holland den fahrplanmäßigen Dienst auf. Die „alte“ Stena Hollandica wird nach der Nachtfahrt am 9. Mai außer Dienst gestellt und Kurs auf Skandinavien nehmen. Die Entscheidung über die Zukunft des Schiffes will Stena Line im März bekannt geben. Ebenfalls ist noch offen, was mit der im Jahr 2003 in Dienst gestellten Stena Britannica passiert, wenn diese am 9. Oktober dieses Jahres auf der Route Hoek van Holland – Harwich vom zweiten Superferry-Neubau abgelöst wird.